Ansporn
Ich denke jeder der Rollenspiele spielt, kommt früher oder später an den Punkt, dass er sein eigenes Spielsystem entwickeln möchte. Sei es weil man der Meinung ist, dass die vorgegebene Welt nicht perfekt ist oder dass man einfach eine andere Vorstellung davon hat. Auch können während des Spielens viele Ideen entstehen.
Oft fängt es damit an, dass Sonderregegeln in der Spielrunde entstehen. Verbesserungsvorschläge, die einen vermeintlichen Makel des Spiels ausgleichen sollen. Besondere Variationen bezüglich der Spielfigur werden eingeführt. Neue Ausgestaltungen von Zaubersprüchen oder Fähigkeiten entstehen.
Dann kommt jedoch meist die Ernüchterung. Denn Rollenspielsysteme sind meist sehr komplex und haben über die Jahre hinweg ihre Balance gefunden. Auch wenn einige Gameplay-Elemente nach einem unguten Kompromiss aussehen, so beruhen sie meist auf sorgsamen Abwägungen und haben ihre Notwendigkeiten. Dies erfährt man wenn man versucht einfache Änderungen vorzunehmen. Ein paar Wert modifiziert, um einer Spielfigur neue Möglichkeiten zu schaffen und schnelle ergeben sich ungewollte Überschneidungen mit andern Charakterklassen, Gegenstände verlieren ihr Effektivität, oder Kontrahenten ihre taktischen Bedeutung.
Möchte man tief greifende Veränderungen vornehmen, gerät schnell das Gleichgewicht vollends aus dem Lot. Änderungen bei der Konstellation der Attributwerte, Fertigkeiten und Zaubern ziehen eine umfangreiche Korrektur im gesamten Regelwerk nach sich. Es sind eben zwei verschiedene paar Stiefel einem Rollenspiel einen neuen Anstrich zu verpassen oder es komplett umzukrempeln, um letztendlich damit etwas Eigenständiges zu schaffen.
Zuerst denkt man, dass das Hinzufügen eines neuen Szenarios innerhalb eines Systems mit etwas Hingabe zu bewältigen sein muss. Sieht man von Illustrationen ab, ist ja nur Text der den neuen Landstrich und die Ereignisse beschreiben soll, aber schnell begreift man, dass das Schreiben gelernt sein will. So kommen nauch anfänglicher Euphorie die ersten Versuchen meist zum erliegen und verschwinden in irgendwelchen Schubladen. Je ausladender und eigenständiger die neue Szenerie sein soll, umso Zeitaufwendiger wird das unterfangen. Der Zeitaufwand ist immens und lässt sich schon bald nicht mehr mit dem normalen Lebensalltag in Einklang bringen, soll er nicht zum Beruf werden. Meine Vermutung ist, dass hunderte von solchen Manuskripten auf diese Weise ihr Ende finden.
Damit es „Aratas Nimbatus” so nicht ergeht möchte ich mit diesem Blog die Veränderungen schrittweise dokumentieren. Dass das Ganze sich nun schon mehrere Jahre hinzieht, soll mich nicht stören und das Ding mit dem Schreiben wird sich schon ergeben. Und wie heißt es „Gut Ding weil Weile haben.“. aber schließlich haben Wintergeborene einen langen Atem… .


Hallo Anja,
Danke der Nachfrage, wenn du dich erinnerst hatte ich vor ca. 4 Jahren ´ne Internetseite ins Netz gestellt,. Du hattest damals auch mal einen „korrigierenden“ Blick auf den Text geworfen. Das Projekt war derzeit im Zuge meiner Diplomarbeit als Computerspielumsetzung gedacht. Das Ziel war zu hoch gesteckt, zumal das Regelwerk weit aus geringer aus viel. Allein die Pflege der Webseite macht wegen ihres graphischen Konzeptes eine rasche und flexibel Erweiterung zu aufwendig.
So ein Blog, stellt den nötigen workflow für rasche Veränderung bereit und so hoffe ich schneller und leichter das Vorhandene umzusetzen. Ich will bald die Attribute und Fertigkeiten sowie den Charakterbogen vorstellen.
Wenn´s dich in den Fingern juckt einen Kommentare zu schreiben wird er nicht unterschlagen…
… euphorisch, vorteilhaft, einschmeichelnd müsste er allerdings schon sein ;)
Bis bald, Florian
Hallo Florian,
da hast Du Dir ja ein ganz schönes Projekt vorgenommen! Wann gibt’s mehr, wieviel ist schon fertig? So, daß man es schon spielen könnte? Und wünschst Du Dir Kommentare mit diesem Blog oder ist das eher für Dich selbst?
Alles Liebe & bis Samstag,
Anja