Die Magie der Gelane

 

Der Kreis der Gotteskinder

„Und Luth nahm siebenmal von seiner selbst, und es waren geschaffen einundzwanzig seiner Kinder. 

Sokadir

neidísch

 

Glakaya

entsagen

Ignario

rachsüchtig 

 

 

 

Sorn

verschwendend

 

 

Sulvara

 klagen

 

 

Gemarus

misstrauisch

 

 

 

 

Arborat 

 träge 

Modraka

jähzornig 

 

 

 

 

Monatu

starrsinnig

Aguan

selbstherrlich

 

 

 

 

Fulgar

kopflos

Alterus

furchtsam 

 

 

 

 

Aira

unterwürfig

Nebukis

unstetig

 

 

 

 

Resariel

gleichgültig

Ventaras

übereifrig

 

 

 

 

Lunra

naiv

 

Etheran

kaltherzig

 

 

Netas

geizig

 

 

 

Edruna

rührseelig 

Faluria

zügellos

 

 

Dreigliderung 30

 

 

Von der Religion der Zweimal Zehn

Gelane sind die Priesterschaft der Religion der Zweimal Zehn Zagen. Sie rufen die zwanzig Götter Edrus die die Welt gestaltet und alles Leben auf Edru geschaffen haben. Die Priesterschaft hat großen Einfluss auf den Politik. Sie bestätigt den Kaiser, stellt die Bischöfe und hat einen hohen Stellenwert innerhalb des öffentlichen Lebens.  

Der Anwärter auf das Gelanenamt durchläuft eine langjährige Ausbildung in der Abgeschiedenheit der Klosterburgen von Aratas. Am Ende sein Novizenzeit wird er auf eine 7 Jährige Wanderschaft geschickt. Hier hat er die letzte Möglichkeit der Berufung als Gelan zu entsagen, ehe er seine Weihe zum Scholarus erhält.

Die Götter sind entrückt in den Höhsten Höhen und sitzen dort gesichtslos an der heiligen Rundtafel Uranat, während ihrer herausgerissenen Gesichter (Zagen) auf Edru weilen… Durch die geheiligten Abbildern der Zagen in den Haupttempeln ist ein Kontakt zu ihnen möglich. Sie sind Ziel der Wanderenden Novizen.  Um die Götter dem Volk nahe zu bringen ist das Land durchsetzt von einer vielzahl kleinerer Tempeln, Kapelle und Gebetsschreinen. Sie sind aber kein ersatz für die großen Temple und daher Pilgerziel für Viele. Neben den heilen Orten erfreuen sich auch  Talismane und Gebetsbücher einer hohen Beliebtheit beim einfachen Volk. 

 

Wahl des elementaren Pfades

Ein Gelan-Anwärter entscheidet sich nach Abschluss seiner Novizenzeit für seine erste, seine vorderste Tugend. Es stehe ihm 10 Tugenden zur Auswahl. Das Fokusieren auf eine der 10 Tugenden, versetzt den Novizen in die Lage  mit den zugeordneten Göttern ein Bund einzugehen und damit deren komplementäre Elementarzyklen zu erlernen. Fortan wird er  den  zwei erwählten Gotteskinder zu diensten sein und sein Tun und Handeln auf deren Wirken in unsere Welt ausrichten.

  

Er muss jedoch beachten, dass jeder Tugend  zwei Tadel zugeordnet sind, denen er sich stehts erwähren muss. Sie sind die ursprüngliche emotionalen Ausrichtung der zwei Gotteskinder, die sie nicht verleugnen können. Geläutert formten beide gemeinsam einst die Tugend, indem ein jedes sich in Demut zurücknam, und ein Stück weit das des Anderen zuließ. Ansich gegensätzlich, jedoch zur Tugend vereint, stehen immer zwei Gotteskinder zueinander.

  

Nicht jähzornig, sonderen gelassen, aber nicht gleichgültig„, heißt es im Buch Modraka und Resariel Vers. 3 

Später kann der Gelan seine Pflichen erweitern und eine zweite Tugend erwählen. Und in reifen Jahren sich einer  letzten Tugend hingeben.  

 

 Es gilt: Es gibt 10 Tugenden und 20 Tadel, wobei jeder Tugende 2 Tadel zugeordnet sind.

 

Es gilt: Eine Tugend hat den Wert 0. Ein Tadel hat den Wert -20. Ein Tadelwert kann schrittweise um 1 oder mehr Punkte zu einem Tugendwert sinken. Ein Tugendwert kann schrittweise um 1 oder mehr Punkte zu einem Tadelwert ansteigen.

  

Es gilt: Jede Charakterklasse hat anfangs eine Tugend und einen Tadel als Haupftausprägung, die nicht miteinander in Verbindung stehn darf. z.B. Darf man nicht gleichzeitig die Tugend der Gelassenheit besitzen und den Tadel Jähzorn haben. Da der Jähzorn ein Tadel der Tugend Gelassenheit ist.

  

Es gilt: Gelane haben eine ausgeprägte Tugend mehr als andere Charkterklassen.

 

Es gilt: Im Laufe seines Lebens kann Der Gelan  drei weitere Tugenden  hinzunehmen und somit zu allen 8 Elementarweg Zugang erhalten.

 

  

Tadel                               Tugend                                 Tadel  

misstrauisch                 ARGLOSIGKEIT                   einfältig

selbstherrlich             BESCHEIDENHEIT            unterwürfig

starrsinnig                  EINSICHTIGKEIT                unstetig

geizig                             FREIGEBIGKEIT           verschwendend

jähzornig                      GELASSENHEIT                gleichgültig

rachsüchtig                   REDLICHKEIT                     rührselig

träge                            STREBSAMKEIT                    übereifig

klagend                         TAPFERKEIT                 kaltherzig

kopflos                         UMSICHTIGKEIT               furchtsam

zügellos                  ZUFRIEDENHEIT             entsagend 

 

 

In einem Auszug der Annalen der Gelane ist folgendes verzeichnet

Nun seinen ein jeder Tugend zwe der Kinder zugetan, die einjeder des eigen Tadeln, beid zur höchsten Leuchtkraft bringet, und eben zu jener Tugend schießet. Der rührseelig Tochter Edruna, der Mildtät´gen, der verzeihend Fru, unterstehet das hervorbringend Element des gedeiend Boden. Die Erd sollt ihr Zeichen sein. Ihr, an der heiligen Tafel Uranat gegenüber, in derer Höchsten Höh, sitztet ihr Bruder Ignarion, dem Herren des ew´gen Wissens, und dem Gedächtnis der Siege und der Niedelagen, die nit vergessen seien. Sein Zeichen sei das Feuer und die Hitz, mit derer sein Wiedersacher darniederbringet. Geläutert der Unrecht an des Vaters Thron, streben derer beid  nach der Redlichkeit. Der Eine bereit das Vergangen zu zeihen, die Entgegen,  die gerecht Strafe zugeben, an den, der ihr würdig sei. In Demut zolle der den Kinderen Respekt, wenn errufen möcht, einer der beiden Gunst. Dabei ergehe Er sich in der Tugend, Redlichkeit und gebe acht nicht hingerissen zu werden, von der Tadelhaftigkeit, denn die lässt nit mehr von ihm ab, auf dass sein redlich Ansinnen ihm abhanden kommet und darniederlieget in Scherben gleich Luthes Los. Der aber, dem es geläne in der Tugenhaftikeit zu wandeln und sich nit erweichen lasset, noch der Rach anheim fallet, dem sei eröffet der Pfade zwe und seinen im vom höchsten Nutzen siebenmal.” 848 n.L 

 

Der Text spricht von dem diametralen Dualismis der Gotteskinder Edruna und Ignarion. Edrunas Tadel ist die Rührseeligkeit und Ignarions Tadel ist die Rachsucht. Beide ergänzen sich zur Redlichkeit. Die Tugend fungiert bei der rituellen Anrufung als mentale Ankerpunkt. Beim Rezitieren des gelanischen Gebets bilden, sich Avatarestömungen um den Anrufer, die die elementare Manifetation ermöglichen. Diese Avatarströmung hat den Nebeneffekt, dass sich die ureigene emotinale Ausrichtung an den Formelanwender abgeben. Entscheidet man sich für den Pfad Edrunas (Erde), wird man nach wenigen Sekunden von Rührseeligkeit ergriffen. Wählt man den Pfad Ignarions (Feuer) wird in einem der Rachegedanke aufflammen. Um diese Gefühle im Zaum zu halten, benötigt man einen festen Stand in der Tugend der Redlichkeit, um während des Gebets Herr seiner selbst zu bleiben.

 

 

 

Das Prinzip der Zusammenführung

Durch seine Tugendhaftigkeit ist der Gelan/in als einziger in der Lage,zu zwei komplimentären Elementen Zugang zu finden. So ist er z.B. fähig Wassermagie und zugleich  Luftmagie zu beherrschen. Wenn er die Strebsamkeit als zweite Tugend für sich wählt, kann der die Pfade Felsmagie und Baummagie in sein Gebetsbuch hinzunehmen. 

 

misstrauisch                 ARGLOSIGKEIT                   einfältig

Kristall                                     >-1                                           Lunra

träge                             STREBSAMKEIT                    übereifig
Baum                                            -2<                                      Wind

 

Der jeweilige verschlechterte Wert in z.B. einfältig -1 und träge -2 ist für den Gelan ein Malus auf die Erfolgschange des Gebets aus den Zyklen Wasser und Baum anzuwenden. Darüber hinaus muss er in der selben Höhe einen Malus die für eines oder mehrer Attribut jedes Elemantarzauber in Kauf nehmen. Für jeden Elementarpfad stehen dem Gelan 7 Gebete zur Verfügung. Jedes Gebet kann wie ein Fertigkeit bis zum 7. Grad gesteigert. Jeder Fertigkeitspunkt verbessert die Change dass das Gebet gelingt.

 

Es gilt: Die Anwendung eines Ritus muss mit einem W20 auf den Fertigkeitswert des Gebets bestetigt werden. 

Es gilt: Jeder negative Tugend-Tadel-Wert verringert die Erfolgchanges des Gebets des jeweiligen Elementarpfades

Es gilt: Der Malus wird von folgenden Werten abgezogen.Wirkdauer, Wirkungskraft und Wirkungsdauer.

 

 

Die Gebetzzyklen von Edruna und Ignarion 

Edruna septenarius:

Edruna quaesumus, in nomine operis, et liberorum, et avataris sanctus, cum iustitia da nobis …  

1. … Ambrosia humus fruges- Götterspeise der Erd Frucht

2. … Historia terra locus – Geschichte des erdenen Ortes

3. … Ingenium sapentia adapto - Attribut Intuition anpassen

4. … Medicina obliviscor memoria  - Heilmittel der vergessen Erinnerung

5. … Patronus terrena limes - Schutzherr der erden Mauer 

6. … Vitium compassio minuere  -  Laster der Rührsal verminderen

7. … Zotheca in intactus saburra - Ruhezimmer im unberührten Sand 

 

 Ignarius septenarius:

Ignarius quaesumus, in nomine operis, et liberorum, et avataris sanctus, cum iustitia da nobis …  

1. … Ambrosia flamma sputo  - Götterspeise der brennende Speihe

2. … Historia fumus favilla – Geschichte der rauchenden Asche

3. … Ingenium intellegentia adapto - Attribut des Verstandes anpassen

4. … Medicina flagare vulnus – Heilmittel der vergessen Erinnerung

5. … Patronus incendium circulum - Schutzherr des Feuern Kreis 

6. … Vitium ultio minuere  -  Laster der  Rache verminderen

7. … Zotheca in albus ardor - Ruhezimmer in der weisen Glut

~ von Florian am Januar 22, 2009.

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