Das Auffindung der Zagen

 

Als die Gesichter der Gotteskinder auf die Welt hinab gerissen waren verließen sie den Griff ihres Vaters nicht. Erst als dieser zerschellte waren sie frei und schlugen jedoch sogleich mit voller Wucht auf Edru auf. Sie brachen aber nicht entzwei sondern gruben sich tief ein in die Haut Edrus.“ 2. Buch Urath

Die Zagen auf Edru müsse man sich vorstellen, wie wenn man sein eigenes Gesicht in nassen Schnee abdrückt, so waren die Zagen in den Boden unsere Welt gepresst. Schreibt Irenaus Wolkenstein in seiner Werk „Erläuterung der Zweimal Zehn“ Sinngemäß führt er weiter aus…

 

Der Prophet Lahnes

Als die Gotteskinder gemeinsam die neuen Völker schufen wünschten sie, sie könnten ihnen mitteilen was zu tun sei, aber bar jeder Sinne waren sie dazu nicht im Stande. Und so blieben die Zagen für Jahrhunderte verschollen. Sie sandten einem Auserwählen unter ihnen Träume und Visionen um ihn so zu ihrem Führsprecher zu machen. So kam es zur Erleuchtung Lahnes an der  sprudelnden Quelle. Lahnes war der erste Prophet und er mache seine Sache gut. Er führte die Schar der „Letzten“ aus der Verderbnis. Die Avatare der Zweimal Zehen wiesen ihn in das neue Land. Der lange Marsch in die Höhe dauerte 18 Jahre ehe die Suche beendet war. Die Suche nach den Zagen fing jedoch gerade erst an. Nur eine musste gefunden werden, denn sie würde die Orte der Andern preisgeben. Nur der Wissende jedoch, wäre im Stande die Zeichen zu deuten und den Mund zur anderen Zage zu öffnen.

 

Das Auffinden der ersten Zage

Es war 23 Jahre nach Lahnes als die Zage des Sorn gefunden wurde. Die Zagen waren untereinander verbunden, sie waren Spiegel, Portal zu einer der Anderen und zu einer Weiteren und so fort. Es dauerte allerdings ein Weile bis jeder weiterer Zugang entschlüsselt wurde und somit alle Zagen erschlossen deren konnten. Es stellte sich nun die Frage sollte man die Zagen an den Orten belassen an denen man sie gefunden hat oder sollten sie geborgen werden. Der Prophet war gegangen und an seine Stelle der Rat der zwanzig getreten. Er war nun die Vertretung der Götter auf Edru, aber in all den Jahren war ihr Amt mehrfach erneuert worden und der Rat zum Politikum verkommen.

 

Die Teilung in die zwei Kirchen

Ein heftiger Streit unter den Gläubigen entbrannte. Die einen sahen den Fundort als eben so heilig an wie die Zage selbst und drängten darauf an diesen Orten die Zagen zu verehren, um den Göttern so ihre Wahrnehmung zurückzugeben. Sie nannten sich die „Verehrung der Zagen“ . Die Anderen folgten das Ziel wortgetreuer, sie wollen die Zagen den Göttern tatsächlich zurückzugeben, indem sie die Zagen durch magisches Wirken von dieser Welt in die der Gotteskinder schicken wollten. Sie nannten sich die der „Sendende Zirkel“.

 

Die Zuspitzung des Konfliktes

Während die Streitigkeiten andauerten wurden alle Fundorte der Zagen den Anhängern der „Verehrung der Zagen“ zugesprochen. Sie bauten Klosteranlagen um sie herum, um sie vor Wind und Wetter zu schützen. Sie befestigten die Tempelanlagen aber auch vor Angriffen der Frösche und Vögel. Dies brachte jedoch diejenigen auf den Plan, die die Zagen den Göttern zurücksenden wollten. Einer ihrer obersten, der Bischof von Zinnenstein kritisierte um 46 n. Lahnes den Klosterbauten wie folgt „…eyne Bollwerk kann vor Endringlingen scheytzen, jedoch auch Ungemach ens Kerkers bringen.„. Von da an polarisiere sich die Diskussion immer stärker. Die Einen sprachen von dem „Frevel der Einkerkerung“ den es so schnell wie möglich aufzuheben galt. Die Andern befestigten die Tempelanlagen immer mehr, weil sie Übergriffe aus dem einigen Volk fürchteten. 

 

Das Konzil von Welsensee

Nach Jahrzehntelange Diskussion fällte der Rat der Zwanzig in Welsensee eine Entscheidung, die beide Seiten gerecht werden sollte. Die Zagen selbst sollten unangetastet bleiben für alle Zeit, aber dennoch den Göttern zurückgegeben werden. So steht in der Bulle von Welsensee „Was entrissen wart, soll nicht entrissen werden, und gegeben werden in die höhsten Höhen.„.

Die Umsetzung derweisen Worte sah wie folgt aus. Die Zagen sollten geborgen werden, indem man das gesamte Fels und Erdreich um sie herum mit samt den Tempelanlagen weiträumig freilegte. Der Plan war die Felsfragmente mit mächtigen Zauberformeln zu belegen, die die freigelegten Inseln zum schweben brachten. Auf diese Weise sollten die Zagen Edru verlassen und in die höchsten Höhen zurückgesandt werden. Ein monumentale Unterfangen, aber Dank der Avatare Luths und den Gebetsriten der Gelane machbar. Der Richterspruch war nicht unumstritten, den die Lösung konnte zwar nicht ganz die verhehlen, den Befürwortern der Bergung dem „Sendende Zirkel“ zu entsprechen. Jedoch war den Anhängern der „Verehrung der Zagen“ der Wind aus den Segeln genommen. Denn zum Einen wahrte man das Gesicht indem man die Tempel, durch das direkte entfernen der Zagen aus den Tempelanlagen nicht entweihte. Zum anderen vermied man, dass den leer zurückgelassen Tempelanlagen als entthronte heilige Stätten eine Art Schattenmachtstellung zukam.

 

Das Entsenden in die Höchsten Höhen – der Zweite Fall

Das Vorhaben war tollkühn die Inseln sollten Himmelwärts schweben bis sie Edru verließen und für die Götter erreichbar waren. Im Jahre 81 n.L. waren alle Zagen bereit den Göttern zurückgeben zu werden. Es war ein Fest Tag im ganzen Reich. Aber es sollte anders kommen. Die Zagen stiegen Hoch und nun geschah das Unerwartete. Die Sonne verfinsterte sich und das Chaos brach herein (2081 totale Sonnenfinsternis über Österreich). Die Tempelinsel der Zagen verloren ihre magisch Kraft und drifteten langsam aber unweigerlich in die Tiefe. Sie wurden weit abgedrängt und trieben in die tiefen Schluchten dort wo noch nie jemand gewesen war. Aber da gewann das Licht wieder die Oberhand. Die Tempelinsel der Zagen des Sorn schien führungslos an ihrer neuen Position zu treiben. Auf ihm regte sich kein Lebenszeichen mehr. Dichte Nebelschwaden stiegen unter ihr auf, fasst konnte man den Eindruck gewinnen, als würde der Nebel die Felseninsel umschlingen und sie gefangen halten. Diese unnatürliche Nebenerscheinung quoll weiter auf und breitete sich rasch aus. Wie eine Brandung schlug der Nebel gegen die nahe gelegenen Bergehänge und schloss sich als zu einer undurchdringlichen Nebeldecke zusammen. Die Tempelinsel der Zage des Sorn bewegte sich nicht mehr. Boten aus den anderen Winkeln des Reiches brachten die gleiche Kunde von den übrigen Tempelinseln. Sie seinen in der Finsternis abgestürzt und verharrten im Nebelmeer, wie man es bis auf den heutigen Tag hin nannte.

 

Die Ächtung des 21.

Die Kirche der Zweimal Zehn und der Rat der Zwanzig sah darin einen direkten Angriff und kann zu dem Schluss, dass es sich nur um das Werk von Garun dem Wanderer handeln könne. Nur er könnten einen Vorteil daraus ziehen, würden die Zagen den Göttern verwehrt bleiben. Zwar stand auch der Vorwurf im Raum radikale Anhänger „Verehrung der Zagen“ könnten das heilige Vorhaben vereitelt haben, aber im Prozess von Draubren wurden konnte die Kirche glaubhaft machen, dass eine Beteiligung an dieser Freveltat nicht zu denken sei. Das Schreckensereignis braucht die beiden Konfessionen sogar näher zusammen und einte alle Gläubigen. Der eigentliche Grund für das Vertrauen war weniger Glaube, als dass man den „Verehrung der Zagen“ nicht zutraute über ein derartiges Machtpotential zu verfügen, um die Geschehnisse zu bewirken. Nur der Wanderer hätte die Macht die Sonne zu verdunkeln und einen derartig bizarres Nebelgebilde von diesen Ausmaßen heraufzubeschwören. „Garun der einer der aus den Höchsten Höhen mit dem Vater gefallen ist und nicht zerschellte. Der Eine der im Exil haust, dem Liebreiz des Himmels entrissen, der in Bitternis wandert.“

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