Die Zunft der Wirker

Lange wusste man nicht, dass es die Magie in ihrer heutigen Form schon immer gegeben hat, man sah nur dass, was in der Welt aus ihr heraus wirkte. Im Schamanismus bis hin zu den gelanischen Gebetsformeln entwickelte sich das Wissen um die Avatarmagie und wurde langsam umfangreicher und mächtiger. Sie wurde in starren Riten und Gebete gefasst, um sie zu beherrschen und zu kontrollieren, dass mit ihnen nicht leichtfertig Schindluder getrieben wird. Anfänglich wurde das Wissen nur von einem Meister an den nächsten übergeben, so war dieses Wissen nur wenigen vorbehalten. Einzig die Gauklerlieder waren offen formuliert und zur Schau gestellt. An ihnen wurde auch deutlich das Sprüche und Formel alleine nutzlos waren, fehlte die innere Kraft, darüber Avatare anzurufen und sie zum Dienst zu verpflichten. Nichts desto trotz verbargen die magischen Bünde ihr Wissen, da sie fürchteten angreifbar zu sein, würden sie dieses unbedarft freigeben. Die Zirkel der Druiden verankerten ihre Formeln in schwer zugänglichen Orten der Natur. Die Gelane fassen das magische Wirken in ihre Gebetsrollen zusammen und verschlossen sie in ihren hermetischen Tempelfestungen. Die Hexer geben ihr Sprüche in Hexenbüchern weiter, deren Entzifferung ohne den notwendigen Codeschlüssel unmöglich ist. Kurz Keine Magierichtung duldete den Austausch vom arkanem Wissen und grenzte sich von der der Anderen ab.

Erst die Zunft der Wirker trug das Wissen um die Magie sämtlicher Magierichtungen auf Arartas zusammen. Sie brachen die alten Überlieferungstraditionen der Lehrmeister und strukturierten die Magie. Ihr akribisches Forschen sollte beweisen, dass allen übernatürlichen Effekten, ob durch Hexerformel, Druidenritual, Gauklerlied oder Gelangebet in Prinzip die gleiche Kraft zugrunde liegt. Ein Theorie die von allen genannten Magierichtung als abstrus und ketzerisch abgetan wird, und ihnen viele Feinde einbrachte. Nicht zuletzt mit den Gelanen entbrannte darüber einer der heftigsten Auseinadersetzungen innerhalb des Bundes, die eine tiefe Kluft im Volk bis in die heutigen Tage hinterließ.

Im Frieden nach den Froschkriegen kam die Blütezeit der Wirker. Die Avatarmagie bekam eine vollkommen neue Struktur. Die daraus resultierenden Spruchformeln sind lediglich Fokus für das arkane Handeln, jedoch eine Unabdingbarkeit für jeden seriösen Wirker oder Wandler. Das Edikt von 932 n. L. schreib vor:

„Ein jeder Meister, Gesell, oder  Lehrling  der Avatarmagie solle sein Wirken laut auf den Lippen tragen, auf dass sein Tun in Offenheit geschehe, um jedweder Misstrauen im Keime zu ersticken.“   

Die Ausbildung zum Wirker sollte im Grundsatz jedem zugänglich sein, denn jeder trägt das magische Feuer der Emotion in sich. Diese jedoch zu fokussieren, ohne ihr zu verfallen ist ein nicht ungefährliches Unterfangen. Die meisten Adepten mussten erkennen, dass sie mit dem

den emotionalen Nebenwirkungen, die Präsens der Avatarwesen verursachten nicht gewachsen waren. Die Auswirkungen eines solchen Versagens reichten von emotionaler Kälte bis hin zu Selbstaufgabe. Die Gelane verfolgten diese Entwicklung der Zunft der Wirker mit Argwohn und nahmen sich den Beklagenswerten an, die auf dem Weg der magischen Schule scheiterten.

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