Der Verfall des Reiches

In der Zeit des Wiederaufbaus nach den Froschkriegen entstanden die ersten Zunfthäuser der Wirker, ihr angegliedert entstand auch die Zunft der Wandler die Ihre Lehren ergänzte und erweiterte. So kam es zu einer breiten Verankerung der Magie im Bund der Völker von Aratas. Dies brachte umwälzende gesellschaftlichen Veränderungen mit sich. Die meisten heute noch erhaltenen magischen Artefakte stammen aus diesen Tagen, das man auch die Avatarische Zeit nannte. Hätte der inflationäre Umgang der Magie nicht zum kompletten Chaos geführt, Aratas wäre in diesen Jahrzehnten seiner Zeit um Jahrhunderte vorausgeeilt, aber leider sollten die Gelane mit vielen ihrer Befürchtungen Recht behalten.

 

 

Die Fortschreitende Artefaktisierung

Die Magie wurde von den Wirkern und Wandlern als ein Allheilmittel eingesetzt. Die Avatarmagie war so praktisch in der Handhabung, dass sie überall Eingesetzt wurde. Es bedurft lediglich ein paar Zauberformel und unliebsame Arbeiten wurden wie von Geisterhand erledigt. Beispielsweise das Ausfegen einer Kammer, das Reinigen eines Wasserrades. Das Schmoren eines Bratens, alles war denkbar. Das Handwerk nutzen sie zuerst für Reparaturen, später wurden komplizierte Apparaturen erfunden und mit ihnen ganze Gebäude errichtet. Die Leute wurden bequem, schwere und anstrengend Arbeit wurde von magischen Apparaten verrichtet. Die Magie versprach aber nicht nur Bequemlichkeit sondern auch Sicherheit, so war der Schutz eines Hauses vor Feuer ein Verfahren, dass schnell Standard wurde. Straßenbeleuchtung und fließend Wasser waren einige der Annehmlichkeiten die in Städten Einzug hielt. All dies sollte aus sich heraus funktionieren und so wurden selbst für einfache Belange, mächtige magische Artefakte ersonnen. Die Zunft der Wandler sorgt steht dafür, dass diese Artefakte regelmäßig gewartet und erneuert wurden, den Avatare sind sehr flüchtige Wesen.

 

 

Der Einfluss Auf das Volk

Auch die Medikusse griffen immer öfter auf Magie zurück, zu verlockend waren die Möglichkeiten das Leid des Alltags zu linderen. Verschiedenste Tränke und Pille kamen in Unlauf um die Lebensqualität zu steigern. Man glaubte die Lösung für all die vielen Widrigkeiten des Lebens gefunden zu haben. Hunger, Krankheit, Geburt, Unfall, Alter, für jedes gab es das entsprechend Mittelchen und es galt als töricht darauf zu verzichten. Das Perpheto Mobile das Alles schafft und Alles gibt. Es schien als würde das Wirken von Magie keine Ressourcen verbrauchen, ja diese sogar selbst hervorbringen. Hätte man derzeit gewusst, dass sich dies als ein fataler Trugschluss heraus stellen würde, man wäre sehr vorsichtig mit der Macht der Avatare umgegangen. Aber wie hätte man Ahnen sollen, das diese Wesen einen derart hohen Preis für ihr Wirken einfordern würden.
 

 

Avatarische Bedürfnisse

So richtig konnte man nie erklären wie Avatarwesen existieren, wie sie sich am Leben halten. Da sie nicht vom festen Stoff, nicht vom Flüssigen und nicht vom Schwadenhaften sind, dachte man sie wären nicht, wie alle anderen Lebewesen, den Abhängigkeiten unsere Welt unterworfen. Geisterhaft durchfluten sie unsere Welt in ihrer formlosen Gestalt und brauchen deshalb, nichts zu essen, nichts zu trinken und nichts atmen um weiter fortzubestehen. Aber genau darin irrte man sich, sie nehmen nur das was sie für ihre Existenz brauchen, nicht so zu sich wie wir das tun. Als man das begriff, war es bereits zu spät. Eine Ganze Generation hatte sich vollkommen auf Magie umgestellt und war nahezu davon abhängig geworden.
 

 

Der Effekt der Veralterung 

Nach und nach stellte sich heraus, dass ein Ding das verzaubert worden war schneller reparaturbedürftig wurde, als ein Gegenstand herkömmlicher Machart. Man beschrieb diesen Prozess als Materielle Veralterung, der jedoch nicht unmittelbar und kontinuierlich nach der Verzauberung eintritt, sondern erst nach einer Gewissen Zeit. Es war schwierig überhaupt einen Zusammenhang zwischen Verzauberung und Materialermüdung herzustellen, da man dies zuerst auf schichte Verarbeitungsfehler zurückführte. Zumal war der Grad der entstehenden Fragilität, Material abhängig. Gold und Tyrium waren so gut wie nicht davon betroffen, während Holz und andere lebendige Materialen eine starke Reaktion aufwiesen. Auch Eisen und andere Metalle wurden von Effekt der Veralterung betroffen, jedoch braucht es deutliche länger bis sich die Abnutzungserscheinungen bemerkbar machten. Darüber hinaus konnten Wechselwirkungen mit anderen Avatar-Konzentrationen den Prozess schlagartig beschleunigen.   
 

 

Der große Zusammenbruch

So wurde mit der ständig häufigeren Anwendung und dichten Bestellung von magischen ein kritisches magisches Potenzial geschaffen wurde, das 1145 n.L zum kompletten Kollaps des Reiches führte.  Metallbestückung rosteten in Zeitraffer dahin. Holzkonstruktionen wurden mit einmal morsch und verloren ihr Tragkraft. Steinaufbauten wurden brüchig und sackten zusammen. Wie bei einem Erdbeben brachen Häuser in sich zusammen, ganze Viertel wurden mit einem Schlag vernichtet.  Städte gingen in Flammen auf. Die gebunden Avatare waren mit einem Mal freigesetzt. Da die Avatare jeweils eine Affinität zu einer Emotion besitzen, deren elementaren Zyklus sie unterstützen, wurden durch das Freiwerden mächtige emotionale Strömungen erzeugt. Jedes Lebewesen das von einer solchen Strömung erfasst wurde, wurde von der jeweiligen Emotionalität erfasst und war ihr bedingungslos ausgeliefert. Wellen von Wut, Eifersucht, Gier aber auch Sanftmut, Zufriedenheit, Freigebigkeit in ihrer reinsten Form, griffen unter der Bevölkerung um sich und führte zu den absurdesten Tragödien die man sich nur vorstellen kann.

 
Als ob das nicht schon genug des Leids gewesen wäre, so machte sich auch die Einnahme von Mitteln am Körper eines jeden der ausgiebig darauf zurückgegriffen hatte, wie bei allen Andern materialen bemerkbar. Viel starben, andere vergreisten in wenigen Stunden, wenige verloren ihre Jugend, während nur die Abstinenten unbeschadet aus der Veralterungswelle hervor gingen. Die Avatare entzogen ihre Umgeben die Energie die man von ihnen gefordert hatte und das war nicht wenig gewesen.

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