Die Magie der Gelane

Der Kreis der Gotteskinder

„Und Luth nahm siebenmal von seiner selbst, und es waren geschaffen einundzwanzig seiner Kinder.

Sokadir

selbstsüchtig

 

Glakaya

starrsinnig

Ignisur

jähzornig

 

 

 

Solata

müßig

 

 

Sulvara

 eifersüchtig

 

Krysar

missgünstig

 

 

 

 

Aborat

 vergeudend

Modraka

rachsüchtig

 

 

 

 

Alterus

willfährig

Aguan

wahghalsig

 

 

 

 

Fulgar

kaltherzig

Spectalis

wehklagend

 

 

 

 

Aira

ängstlich

Nebuka

 hochmütig

 

 

 

 

Reasin

rührselig

Montaru

geizig

 

 

 

 

Faluria

freizügig

 

Athanas

verzichtend

 

 

Nectur

ehrgeizig

 

 

 

Edruna

gleichgültig

Lunra

unstetig

 

 

Zwei und Dreigliderung 87

Von der Religion der Zweimal Zehn

Gelane sind die Priesterschaft der Religion der Zweimal Zehn Zagen. Sie rufen die zwanzig Götter Edrus die die Welt gestaltet und alles Leben auf Edru geschaffen haben. Die Priesterschaft hat großen Einfluss auf den Politik. Sie bestätigt den Kaiser, stellt die Bischöfe und hat einen hohen Stellenwert innerhalb des öffentlichen Lebens.

Der Anwärter auf das Gelanenamt durchläuft eine langjährige Ausbildung in der Abgeschiedenheit der Klosterburgen von Aratas. Am Ende sein Novizenzeit wird er auf eine 7 Jährige Wanderschaft geschickt. Hier hat er die letzte Möglichkeit der Berufung als Gelan zu entsagen, ehe er seine Weihe zum Scholarus erhält.

Die Götter sind entrückt in den Höhsten Höhen und sitzen dort gesichtslos an der heiligen Rundtafel Uranat, während ihrer herausgerissenen Gesichter (Zagen) auf Edru weilen… Durch die geheiligten Abbildern der Zagen in den Haupttempeln ist ein Kontakt zu ihnen möglich. Sie sind Ziel der Wanderenden Novizen.  Um die Götter dem Volk nahe zu bringen ist das Land durchsetzt von einer vielzahl kleinerer Tempeln, Kapelle und Gebetsschreinen. Sie sind aber kein ersatz für die großen Temple und daher Pilgerziel für Viele. Neben den heilen Orten erfreuen sich auch  Talismane und Gebetsbücher einer hohen Beliebtheit beim einfachen Volk.

Die Litanei der Gelane

 

Wollen nicht sein, wie´s mit den Zwanzig einst gewesen war,

Gebunden leitet uns, ihr an der Tafelkreis auf des Tugendpfades,

So wir nicht straucheln, an des Tadelsaumes schmalen Grades,

Wollen sein geläutert, beten nach den Zagen jetzt und immer dar,

 

Wollen nicht sein, wie´s mit den Zwanzig einst gewesen war,

Sollen Zehn und Zehn der Tadel, für Zehn der Tugend stehen,

An der Sieben Drei sollen seinen für uns die Zweimal Zehn,

Wollen sein geläutert, beten nach den Zagen jetzt und immer dar,

 

Nicht kaltherzig sollst du sein, sondern achtsam, aber nicht klagend.

Nicht starrsinnig sollst du sein, sondern einsichtig, aber nicht unstetig.

Nicht geizig sollst du sein, sondern freigebig, aber nicht vergeudend.

Nicht hochmütig sollst du sein, sondern gehorsam, aber nicht willfährig.

Nicht missgünstig sollst du sein, sondern langmütig, aber nicht freizügig.

Nicht rachsüchtig sollst du sein, sondern redlich, aber nicht rührselig.

Nicht müßig sollst du sein, sondern strebsam, aber nicht ehrgeizig.

Nicht furchtsam sollst du sein, sondern tapfer, aber nicht waghalsig.

Nicht jähzornig sollst du sein, sondern umsichtig, aber nicht gleichgültig.

Nicht eifersüchtig sollst du sein, sondern zufrieden, aber nicht verzichtend.

 

Wahl des elementaren Pfades

Ein Gelan-Anwärter entscheidet sich nach Abschluss seiner Novizenzeit für seine erste, seine vorderste Tugend. Es stehe ihm 10 Tugenden zur Auswahl. Das Fokusieren auf eine der 10 Tugenden, versetzt den Novizen in die Lage  mit den zugeordneten Göttern ein Bund einzugehen und damit deren komplementäre Elementarzyklen zu erlernen. Fortan wird er  den  zwei erwählten Gotteskinder zu diensten sein und sein Tun und Handeln auf deren Wirken in unsere Welt ausrichten.

Er muss jedoch beachten, dass jeder Tugend  zwei Tadel zugeordnet sind, denen er sich stehts erwähren muss. Sie sind die ursprüngliche emotionalen Ausrichtung der zwei Gotteskinder, die sie nicht verleugnen können. Geläutert formten beide gemeinsam einst die Tugend, indem ein jedes sich in Demut zurücknam, und ein Stück weit das des Anderen zuließ. Ansich gegensätzlich, jedoch zur Tugend vereint, stehen immer zwei Gotteskinder zueinander.

Nicht jähzornig, sonderen gelassen, aber nicht sanfmütig„, heißt es im Buch Vodraka und ReasinVers. 3

Später kann der Gelan seine Pflichen erweitern und eine zweite Tugend erwählen. Und in reifen Jahren sich einer  letzten Tugend hingeben.

 Es gilt: Es gibt 10 Tugenden und 20 Tadel, wobei jeder Tugende 2 Tadel zugeordnet sind.

Es gilt: Eine Tugend hat den Wert 0. Ein Tadel hat den Wert -20. Ein Tadelwert kann schrittweise um 1 oder mehr Punkte zu einem Tugendwert sinken. Ein Tugendwert kann schrittweise um 1 oder mehr Punkte zu einem Tadelwert ansteigen.

 

Es gilt: Jede Charakterklasse hat anfangs eine Tugend und einen Tadel als Haupftausprägung, die nicht miteinander in Verbindung stehn darf. z.B. Darf man nicht gleichzeitig die Tugend der Gelassenheit besitzen und den Tadel Jähzorn haben. Da der Jähzorn ein Tadel der Tugend Gelassenheit ist.

Es gilt: Gelane haben eine ausgeprägte Tugend mehr als andere Charkterklassen.

Es gilt: Im Laufe seines Lebens kann Der Gelan  drei weitere Tugenden  hinzunehmen und somit zu allen 8 Elementarweg Zugang erhalten.

ELEMENT TADEL TUGEND TADEL ELEMENT

Blitz

kaltherzig

ACHTSAMKEIT

wehklagend

Höhentiefe

Nebel

hochmütig

BESCHEIDENHEIT

willfährig

Schemen

Eis

starrsinnig

EINSICHTIGKEIT

unstehtig

Lunra

Fels

geizig

FREIGEBIGKEIT

vergeudend

Baum

Feuer

jähzornig

GELASSENHEIT

gleichgültig

Erde

Kristall

missgünstig

LANGMÜTIGKEIT

freizügig

Blume

Lava

rachsüchtig

REDLICHKEIT

rührselig

Harz

Schatten

ehrgeizig

STREBSAMKEIT

müßig

Licht

Wasser

waghalsig

TAPFERKEIT

furchtsam

LUFT

Gold

eifersüchtig

ZUFRIEDENHEIT

verzichtend

Äther

 

In einem Auszug der Annalen der Gelane ist folgendes verzeichnet

Nun seinen ein jeder Tugend zwe der Kinder zugetan, die einjeder des eigen Tadeln, beid zur höchsten Leuchtkraft bringet, und eben zu jener Tugend schießet. Der rührseelig Tochter Edruna, der Mildtät´gen, der verzeihend Fru, unterstehet das hervorbringend Element des gedeiend Boden. Die Erd sollt ihr Zeichen sein. Ihr, an der heiligen Tafel Uranat gegenüber, in derer Höchsten Höh, sitztet ihr Bruder Ignarion, dem Herren des ew´gen Wissens, und dem Gedächtnis der Siege und der Niedelagen, die nit vergessen seien. Sein Zeichen sei das Feuer und die Hitz, mit derer sein Wiedersacher darniederbringet. Geläutert der Unrecht an des Vaters Thron, streben derer beid  nach der Redlichkeit. Der Eine bereit das Vergangen zu zeihen, die Entgegen,  die gerecht Strafe zugeben, an den, der ihr würdig sei. In Demut zolle der den Kinderen Respekt, wenn errufen möcht, einer der beiden Gunst. Dabei ergehe Er sich in der Tugend, Redlichkeit und gebe acht nicht hingerissen zu werden, von der Tadelhaftigkeit, denn die lässt nit mehr von ihm ab, auf dass sein redlich Ansinnen ihm abhanden kommet und darniederlieget in Scherben gleich Luthes Los. Der aber, dem es geläne in der Tugenhaftikeit zu wandeln und sich nit erweichen lasset, noch der Rach anheim fallet, dem sei eröffet der Pfade zwe und seinen im vom höchsten Nutzen siebenmal.” 848 n.L 

 

Der Text spricht von dem diametralen Dualismis der Gotteskinder Edruna und Ignarion. Edrunas Tadel ist die Rührseeligkeit und Ignarions Tadel ist die Rachsucht. Beide ergänzen sich zur Redlichkeit. Die Tugend fungiert bei der rituellen Anrufung als mentale Ankerpunkt. Beim Rezitieren des gelanischen Gebets bilden, sich Avatarestömungen um den Anrufer, die die elementare Manifetation ermöglichen. Diese Avatarströmung hat den Nebeneffekt, dass sich die ureigene emotinale Ausrichtung an den Formelanwender abgeben. Entscheidet man sich für den Pfad Edrunas (Erde), wird man nach wenigen Sekunden von Rührseeligkeit ergriffen. Wählt man den Pfad Ignarions (Feuer) wird in einem der Rachegedanke aufflammen. Um diese Gefühle im Zaum zu halten, benötigt man einen festen Stand in der Tugend der Redlichkeit, um während des Gebets Herr seiner selbst zu bleiben.

Das Prinzip der Zusammenführung

Durch seine Tugendhaftigkeit ist der Gelan/in als einziger in der Lage,zu zwei komplimentären Elementen Zugang zu finden. So ist er z.B. fähig Wassermagie und zugleich  Luftmagie zu beherrschen. Wenn er die Strebsamkeit als zweite Tugend für sich wählt, kann der die Pfade Felsmagie und Baummagie in sein Gebetsbuch hinzunehmen.

missgünstig                 LANGMÜTIGKEIT                    freizügig

Kristall                                        >-1                                         Blume

vergeudend                FREIGEBIGKEIT                          geizig
Baum                                            -2<                                        Fels

Der jeweilige verschlechterte Wert in z.B. einfältig -1 und träge -2 ist für den Gelan ein Malus auf die Erfolgschange des Gebets aus den Zyklen Wasser und Baum anzuwenden. Darüber hinaus muss er in der selben Höhe einen Malus die für eines oder mehrer Attribut jedes Elemantarzauber in Kauf nehmen. Für jeden Elementarpfad stehen dem Gelan 7 Gebete zur Verfügung. Jedes Gebet kann wie ein Fertigkeit bis zum 7. Grad gesteigert. Jeder Fertigkeitspunkt verbessert die Change dass das Gebet gelingt.

Es gilt: Die Anwendung eines Ritus muss mit einem W20 auf den Fertigkeitswert des Gebets bestetigt werden. 

Es gilt: Jeder negative Tugend-Tadel-Wert verringert die Erfolgchanges des Gebets des jeweiligen Elementarpfades

Es gilt: Der Malus wird von folgenden Werten abgezogen.Wirkdauer, Wirkungskraft und Wirkungsdauer.

Die Gebetzzyklen von Edruna und Ignarion

Edruna septenarius:

Edruna quaesumus, in nomine operis, et liberorum, et avataris sanctus, cum iustitia da nobis …

1. … Ambrosia humus fruges– Götterspeise der Erd Frucht

2. … Historia terra locus – Geschichte des erdenen Ortes

3. … Ingenium sapentia adapto – Attribut Intuition anpassen

4. … Medicina obliviscor memoria  – Heilmittel der vergessen Erinnerung

5. … Patronus terrena limes – Schutzherr der erden Mauer

6. … Vitium compassio minuere  –  Laster der Rührsal verminderen

7. … Zotheca in intactus saburra – Ruhezimmer im unberührten Sand

 Ignisur septenarius:

Ignisur quaesumus, in nomine operis, et liberorum, et avataris sanctus, cum iustitia da nobis …

1. … Ambrosia flamma sputo  – Götterspeise der brennende Speihe

2. … Historia fumus favilla – Geschichte der rauchenden Asche

3. … Ingenium intellegentia adapto – Attribut des Verstandes anpassen

4. … Medicina flagare vulnus – Heilmittel der vergessen Erinnerung

5. … Patronus incendium circulum – Schutzherr des Feuern Kreis

6. … Vitium ultio minuere  –  Laster der  Rache verminderen

7. … Zotheca in albus ardor – Ruhezimmer in der weisen Glut

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